Ein Festpreis ist ein vorab verbindlich vereinbarter Gesamtbetrag für einen klar umschriebenen Umzug, unabhängig davon, wie lange die Arbeit dauert. Er gilt nur für die Leistungen, die in der Offerte stehen.
Beispiel: Sie erhalten für Ihre 3.5-Zimmer-Wohnung einen Festpreis auf Basis einer Inventarliste. Am Umzugstag kommen Kellerregale und zusätzliche Kartons dazu, die nicht auf der Liste stehen. Für diesen Mehraufwand darf die Firma nachverrechnen.
Warum der Begriff beim Umzug wichtig ist
Mit einem Festpreis kennen Sie die Kosten vor dem Umzugstag, und das Risiko von Mehrstunden trägt die Firma. Das hilft beim Budget, funktioniert aber nur, wenn Inventar, Adressen und Leistungen vollständig erfasst sind.
Was dazugehört
- Eine vollständige Inventarliste, idealerweise nach einer Besichtigung vor Ort oder per Video.
- Der Leistungsumfang: Träger, Fahrzeug, Demontage, Montage und Verpackungsmaterial.
- Zuschläge für Etage, Möbellift, Halteverbot oder Wartezeit, ob eingeschlossen oder nicht.
- Mehrwertsteuer, Versicherung sowie Storno- und Zahlungsbedingungen.
Worauf man achten sollte
- Lassen Sie sich schriftlich bestätigen, was nicht im Festpreis enthalten ist.
- Melden Sie zusätzliche Möbel vor dem Umzugstag, damit die Offerte angepasst wird.
- Vergleichen Sie Festpreise nur bei gleichem Leistungsumfang.
Kosten, Fristen oder Regeln
Ein Festpreis passt, wenn Inventar, Adressen und Leistungen klar sind. Die Höhe hängt von Volumen, Etage, Trageweg, Distanz und Zusatzleistungen ab. Für einen lokalen Umzug einer 3.5-Zimmer-Wohnung liegen Richtwerte bei CHF 900–1'990 in der Nebensaison und CHF 1'200–2'500 an den Zügelterminen. Verbindlich ist nur die Offerte.
Abgrenzung
Festpreis und Pauschalpreis werden ähnlich verwendet; entscheidend ist, welche Leistungen eingeschlossen sind. Ein Kostendach ist eher eine Obergrenze als ein fest vereinbarter Endpreis: Abgerechnet wird nach Aufwand, höchstens bis zum vereinbarten Betrag. Beim Stundenpreis zahlen Sie die tatsächlich gebrauchte Zeit.