Garde-meuble ist das französische Wort für ein Möbellager, also einen Ort, an dem Möbel und Hausrat gegen Miete aufbewahrt werden. In der Romandie steht es in Offerten von Umzugsfirmen und Lageranbietern.
Beispiel: Sie zügeln von Zürich nach Lausanne, die neue Wohnung ist aber erst einige Wochen später frei. In der Offerte der Umzugsfirma steht ein Posten «garde-meuble» für die Lagerung der Möbel in der Zwischenzeit.
Warum der Begriff beim Umzug wichtig ist
Wer in die Romandie zügelt oder dort Offerten einholt, begegnet dem Wort in Verträgen, Inseraten und Rechnungen. Dahinter kann ein von der Firma verwaltetes Möbellager stehen oder eine Lagerbox mit eigenem Zugang. Welche Variante gemeint ist, entscheidet über Zugriff, Haftung und Preis.
Was dazugehört
- Eine Lagerfläche oder ein Lagerabteil, meist nach Volumen oder Fläche pro Monat verrechnet.
- Der Transport ins Lager und zurück, wenn die Umzugsfirma lagert.
- Ein Inventar der eingelagerten Möbel und Kartons.
- Regeln zu Zugang, Versicherung und Kündigung.
Worauf man achten sollte
- Fragen Sie nach, ob Sie selbst an Ihre Sachen kommen oder nur nach Voranmeldung über die Firma.
- Lassen Sie sich französische Vertragsbegriffe zu Versicherung, Mindestdauer und Kündigung erklären, bevor Sie unterschreiben.
- Vergleichen Sie Offerten auf derselben Grundlage: Volumen, Dauer und ob Transporte inbegriffen sind.
Kosten, Fristen oder Regeln
Eine feste Preisregel gibt es nicht. Massgebend sind Standort, Volumen, Dauer, Zugang und Versicherung; verrechnet wird meist monatlich. Lagert die Umzugsfirma, kommen Ein- und Auslagerung sowie die Transporte dazu. Mindestdauer und Kündigungsfrist stehen im Lagervertrag.
Abgrenzung
Garde-meuble entspricht dem deutschen Möbellager. Im Alltag der Romandie wird das Wort aber auch für Lagerboxen mit eigenem Zugang verwendet; ob Self Storage oder ein von der Firma verwaltetes Lager gemeint ist, zeigt erst der Vertrag.