Ein Lieferwagen ist ein leichtes Nutzfahrzeug, das für kleine Umzüge, Beiladungen und einzelne Möbeltransporte genutzt wird. Rechtlich ist er ein Motorwagen für Sachentransporte bis 3,5 Tonnen Gesamtgewicht.
Beispiel: Eine Studentin zieht von Bern nach Freiburg. Bett, Schreibtisch, Velo und 15 Kartons passen in einen gemieteten Lieferwagen, den sie mit ihrem normalen Führerausweis fahren darf.
Warum der Begriff beim Umzug wichtig ist
Für kleine Haushalte ist der Lieferwagen oft die günstigste Lösung. Er ist mit dem Führerausweis Kategorie B fahrbar, findet leichter einen Halteplatz als ein Lastwagen und lässt sich auch stundenweise mieten. Bei grösseren Wohnungen stösst er bei Volumen und Gewicht schnell an Grenzen.
Was dazugehört
- Kastenwagen in verschiedenen Längen und Höhen, teils mit Hochdach.
- Ein Mietvertrag mit Kilometer-Pauschale, Kaution und Selbstbehalt.
- Der Fahrzeugausweis mit Gesamtgewicht und Leergewicht, aus denen sich die Nutzlast ergibt.
- Ladehilfen wie Sackrolli, Decken und Spanngurte.
Worauf man achten sollte
- Prüfen Sie die Innenhöhe, bevor Sie hohe Schränke oder einen Kühlschrank aufrecht transportieren wollen.
- Achten Sie auf die Nutzlast; Bücher und Geräte machen einen Lieferwagen schneller zu schwer, als der freie Raum vermuten lässt.
- Prüfen Sie bei Modellen mit Hochdach die Durchfahrtshöhe von Tiefgaragen und Unterführungen.
Kosten, Fristen oder Regeln
Ein Lieferwagen kostet ca. CHF 100–160 pro Tag, meist zuzüglich einer Kilometer-Pauschale. Stundenweise gibt es Transporter ab rund CHF 30. Rechnen Sie zusätzlich mit Treibstoff, Kaution und allenfalls einer Versicherung, die den Selbstbehalt senkt.
Abgrenzung
Lieferwagen und Transporter werden im Alltag fast gleich verwendet; Lieferwagen ist zudem die rechtliche Bezeichnung für Sachentransporter bis 3,5 Tonnen. Darüber beginnt der Lastwagen, etwa der 7.5-Tonner, für den es den Führerausweis Kategorie C1 braucht.