Glossar · Miete & Kaution

Nettomietzins

Kurz erklärt Bedeutung, Umzugsbezug und Abgrenzung
Wofür
Geldflüsse trennenMiete, Depot, Garantie
Relevant bei
Einzug & AuszugZahlung und Rückgabe
Vorher prüfen
Vertrag & KontoName, Sperre, Freigabe
Grenze
nicht alles KautionDepot, Bürgschaft, Versicherung

Der Nettomietzins ist der Mietzins ohne separat ausgewiesene Nebenkosten. Er ist das Entgelt für die Nutzung der Wohnung selbst und die Basis für Anpassungen wegen des Referenzzinssatzes.

Begriff im Einsatz

Beispiel: Ein Inserat nennt einen auffallend tiefen Mietzins. Im Mietvertrag stehen danach der Nettomietzins und zusätzlich Akontozahlungen für Heizung, Warmwasser und Hauswartung. Erst die Summe beider Beträge zeigt, was monatlich tatsächlich vom Konto geht.

Warum der Begriff beim Umzug wichtig ist

Für das Budget der neuen Wohnung zählt die monatliche Gesamtbelastung, nicht der Nettomietzins allein. Wer Inserate vergleicht, muss deshalb prüfen, ob die Nebenkosten schon enthalten sind. Zudem beziehen sich Mietzinsanpassungen wegen des Referenzzinssatzes nur auf den Nettomietzins.

Was dazugehört

  • Der monatliche Betrag für die Wohnung selbst, im Mietvertrag separat ausgewiesen.
  • Mitgemietete Nebenräume wie Keller oder Estrich, sofern sie zum Mietobjekt gehören.
  • Die getrennt aufgeführten Nebenkosten als Akonto oder Pauschale.
  • Der Referenzzinssatz und der Teuerungsstand, auf denen der Nettomietzins beruht.

Worauf man achten sollte

  • Klären Sie bei jedem Inserat, ob der genannte Betrag netto oder brutto ist.
  • Prüfen Sie im Mietvertrag, welche Nebenkosten einzeln aufgeführt sind; was nicht aufgeführt ist, gilt als im Nettomietzins enthalten.
  • Rechnen Sie bei einer Senkung wegen des Referenzzinssatzes immer mit dem Nettomietzins, nicht mit dem Bruttobetrag.

Kosten, Fristen oder Regeln

Nebenkosten muss der Mieter nur bezahlen, wenn sie im Vertrag besonders vereinbart sind (Art. 257a Abs. 2 OR); sonst sind sie mit dem Nettomietzins abgegolten. Bei Akontozahlungen muss der Vermieter mindestens einmal jährlich abrechnen. Für die Kaution gilt bei Wohnungen eine Obergrenze von drei Monatsmieten; ob dabei die Akonto-Nebenkosten mitzählen, sagt das Gesetz nicht ausdrücklich und ist umstritten.

Abgrenzung

Der Bruttomietzins umfasst den Nettomietzins plus die vereinbarten Nebenkosten als Akonto oder Pauschale. Akontozahlungen werden später abgerechnet und können zu einer Nachzahlung oder Rückerstattung führen. Der Nettomietzins bleibt dagegen gleich, bis er nach den Regeln des Mietrechts angepasst wird.

Kurz eingeordnet: Rechnen Sie bei der Wohnungssuche immer mit dem Bruttomietzins und prüfen Sie die Nebenkostenpositionen vor der Unterschrift; welche Posten zulässig sind, zeigt Nebenkosten Wohnung Schweiz.