Sortieren Sie vor dem Umzug alles in vier Gruppen: behalten, verkaufen, verschenken oder spenden, entsorgen. Verkaufen lohnt sich bei wertigen Stücken und genug Vorlauf, spenden bei sauberen, vollständigen Sachen. Entsorgen ist richtig bei Defekt, Schmutz oder Zeitdruck: Elektrogeräte und Batterien nehmen die Verkaufsstellen gratis zurück, Sperrgut kostet je nach Gemeinde, in der Stadt Zürich am Recyclinghof Fr. 22.70 für die ersten 100 Kilogramm.
| Kategorie | Beste Lösung |
|---|---|
| Wertige Möbel in gutem Zustand | Verkaufen, wenn Fotos, Masse und Abholung früh organisiert sind. |
| Saubere Alltagsmöbel, Geschirr, Lampen | Brockenhaus, Spende oder gratis abgeben, wenn Annahme bestätigt ist. |
| Defekte Möbel oder Matratzen | Sperrgut, Recyclinghof oder professionelle Möbelentsorgung. |
| Elektrogeräte, Akkus, Lampen | Nicht in den Kehricht; Rücknahme- oder Sammelstelle nutzen. |
| Farben, Chemikalien, Spraydosen | Sonderabfall separat sammeln und korrekt abgeben. |
So gehen Sie Raum für Raum vor
- Früh sortieren: Fangen Sie an, sobald der Umzugstermin feststeht, und zwar mit Keller, Estrich und Abstellraum. Dort steht oft, was nicht mitkommt.
- Verkauf zuerst: Inserate brauchen gute Fotos, Masse und einen Abholtermin. Was bis kurz vor dem Umzug nicht weg ist, kommt in die nächste Gruppe.
- Spenden anfragen: Ein Brockenhaus nimmt nicht alles, oft nur saubere und vollständige Gegenstände. Klären Sie vorher, ob es das Stück nimmt und ob es abholt.
- Rückgabe sammeln: Elektrogeräte, Batterien, Leuchtmittel, Farben und alte Medikamente in eigene Kisten, damit nichts im Kehricht landet.
- Rest entsorgen: Sperrgut über die Gemeinde, den Recyclinghof oder eine Abholung. Dokumente schreddern, Datenträger von Computern und Handys vorher löschen.
Was Sie gratis zurückgeben können
Elektro- und Elektronikgeräte gehören weder in den Kehricht noch ins Sperrgut. Jedes Geschäft muss Geräte der Art, die es im Sortiment führt, kostenlos zurücknehmen, im Laden während der Öffnungszeiten; erlaubt ist auch die Rückgabe an eine öffentliche Sammelstelle. Batterien geben Sie überall dort kostenlos zurück, wo sie verkauft werden, auch ohne Kauf.
Farben, Lacke, Lösungsmittel, Spraydosen, Säuren und Entkalker sind Sonderabfall. Soweit es gefährliche Chemikalien sind, müssen Händler Kleinmengen davon von Privatpersonen kostenlos zurücknehmen; ausserdem gibt es Sammelstellen und Sammeltage der Gemeinde oder des Kantons. Auch Altmedikamente sind Sonderabfall und gehören nicht in den Hauskehricht. Im Kanton Aargau etwa nehmen sie die Verkaufsstellen sowie bestimmte Apotheken und Drogerien zurück; die Regeln Ihres Kantons stehen im Abfallkalender der Gemeinde.
Sperrgut und grosse Mengen: was es kostet
Die Kantone sorgen dafür, dass die Entsorgung der Siedlungsabfälle über Gebühren nach Art und Menge bezahlt wird. Deshalb kostet Sperrgut je nach Gemeinde unterschiedlich viel. In der Stadt Zürich zahlen Sie am Recyclinghof Fr. 22.70 für die ersten 100 Kilogramm und Fr. 19.45 je weitere 100 Kilogramm. Für 300 Kilogramm sind das Fr. 61.60. Lassen Sie abholen, kostet die Viertelstunde Aufladezeit Fr. 86.50. Kostenlos ist der Mobile Recyclinghof in den Quartieren, der seit Januar 2026 das Cargo-Tram ablöst. Dorthin bringen Sie Sperrgut zu Fuss, mit dem Velo oder dem ÖV, nicht mit dem Auto, und kein Stück darf schwerer als 40 kg sein. Wie das in anderen Städten geht, lesen Sie unter Sperrgut entsorgen.
Grössere Mengen Sonderabfall aus einer Wohnungs- oder Hausräumung nehmen bewilligte Entsorgungsunternehmen gegen Bezahlung an; im Kanton Aargau rechnet man mit rund 2 Franken pro Kilogramm. Bei Keller, Estrich oder ganzer Haushaltsauflösung lohnt sich eine Räumung durch eine Firma, einzelne Möbel holt auch eine Möbelentsorgung ab.
Planen Sie auch die Zeiten: In der Stadt Zürich ist die Benutzung öffentlicher Wertstoffsammelstellen werktags von 20 bis 7 Uhr und an Sonn- und Feiertagen verboten. Das Altglas vom Umzugssonntag bringen Sie also am Montag weg. Möbel einfach an die Strasse zu stellen, ist keine Lösung: Wer Abfälle liegen lässt, riskiert eine Busse bis 300 Franken, wer sie vorsätzlich ausserhalb einer Deponie ablagert, bis 20'000 Franken.
Wer aus Deutschland kommt: Sperrmüll heisst hier Sperrgut, der Wertstoffhof Recyclinghof oder Sammelstelle, und was in den Kehricht gehört, regelt jede Gemeinde selbst.
- Wertvoll und transportierbar: verkaufen
- Gut erhalten und sauber: spenden oder verschenken
- Defekt oder verschmutzt: entsorgen
- Elektro, Batterien, Farben und Medikamente separat und meist gratis zurückgeben
Häufige Fragen
Wo kann ich alte Elektrogeräte gratis abgeben?
In jedem Geschäft, das solche Geräte verkauft, während der Öffnungszeiten. Möglich ist auch eine öffentliche Sammelstelle. In den Kehricht oder ins Sperrgut gehören sie nicht.
Was kostet es, Sperrgut zu entsorgen?
Das legt jede Gemeinde fest. In der Stadt Zürich kostet der Recyclinghof Fr. 22.70 für die ersten 100 Kilogramm und Fr. 19.45 je weitere 100 Kilogramm, der Mobile Recyclinghof im Quartier ist gratis.
Darf ich alte Möbel einfach an die Strasse stellen?
Nein. Wer Abfälle liegen lässt, riskiert eine Busse bis 300 Franken, wer Möbel vorsätzlich ausserhalb einer Deponie ablagert, bis 20'000 Franken. Nutzen Sie die Sperrgutabfuhr, den Recyclinghof oder eine Abholung.
Wohin mit alten Farben und Medikamenten?
Beides ist Sonderabfall. Farben gehen an den Fachhandel oder eine Sammelstelle, Medikamente je nach Kanton an die Verkaufsstelle, eine Apotheke oder Drogerie.
Nimmt ein Brockenhaus alle Möbel?
Nein. Brockenhäuser nehmen meist nur saubere, vollständige Stücke, die sich wieder verkaufen lassen. Fragen Sie vorher an.